Tipps für schöne Urlaubsfotos in Wernigerode

Das Schloss
Zum Pflichtprogramm der Urlaubsfotografen gehört das Schloss. Lichtprobleme dürften tagsüber kaum auftreten, lediglich in den Morgenstunden liegt das Foto-Objekt im Gegenlicht. Dafür bietet es eine Fülle von Ansichten.
Ein geeigneter Standort bis in die Mittagsstunden ist der Agnesberg, gleich gegenüber. Er ist auf steilem Pfad vom Großen Christianentalweg aus in wenigen Minuten zu erreichen. Eine andere Silhouette zeigt sich vom Großen Bleek, von dem aus man noch über Nöschenrode hinweg schaut. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, um nicht tiefhängende Elektroleitungen ins Bild zu bekommen. Aufgrund der Entfernung zum Schloss empfiehlt sich ein Objektiv mit mehreren optischen Zoomstufen. Klassisch ist auch der Schlossblick an der Schönen Ecke, von wo aus der fürstliche Bau in steilem Winkel zu sehen ist.
Wer ein bisschen mehr Zeit hat, sollte zum Armeleuteberg wandern, denn vom Plateau am Kaiserturm aus präsentiert sich der ehemalige Fürstensitz in Vogelperspektive. Um das Schloss von hier aus groß aufs Bild zu bekommen, ist allerdings ein mittel- bis langbrennweitiges Teleobjektiv unerlässlich.
Am besten zweimal am Tag erklimmt man die Stufen zum Geläut der Liebfrauenkirche. Von hier eröffnen sich tolle Motive zum Brocken (vormittags) und zum Schloss (nachmittags).

Das Rathaus
Das Rathaus lässt schon wesentlich weniger Variationsmöglichkeiten zu. Größtes Problem beim Fotografieren des Rathauses ist das ständige Gegenlicht. In den Sommermonaten hat man lediglich bis in den zeitigen Vormittag die Möglichkeit, das Rathaus in etwas Sonnenlicht getaucht zu fotografieren. Im Winter gelingt das nie. Deshalb ist bedeckter Himmel für Rathausfotos gar nicht schlecht, um z. B. Sonnenflecken zu vermeiden. Allerdings sollte man dann auch als ungeübter Fotograf auf die Belichtungsautomatik verzichten, bzw. die Umgehungsmöglichkeiten moderner Kompaktkameras und Smartphones zu nutzen, da sonst der helle Himmel eine starke Unterbelichtung der Bildpartien verursacht, die man eigentlich zeigen möchte. Am Nachmittag treffen die Sonnenstrahlen wieder auf die Vorderfront des Rathauses, doch das Gebäude-Ensemble des „Gothischen Hauses” verhindert ein schattenfreies Bild.

Der Marktplatz
Den ganzen Vormittag über liegt während der Sommermonate das Hotel „Gothisches Haus” im Sonnenlicht. Lohnenswert ist hier wohl vor allem das alte Originalhaus, das sich am späteren Vormittag auf ein Bild mit dem Marktbrunnen bannen lässt (Standort: „Café am Markt” im Rücken). In den Morgenstunden gelingt das wegen der schattigen Lage des Brunnens noch nicht. Den gesamten Tag über steht das Hotel „Weißer Hirsch” im besten Licht. Wer freien Blick wünscht, sollte dienstags und freitags anderenorts fotografieren, da dies Markttage sind.

Breite Straße
Bei den attraktiven Häusern auf der Südseite der Breiten Straße bereitet Gegenlicht bis zum Nachmittag ebenfalls Probleme. Dazu gehören das Café Wien und das Krummelsche Haus. Die günstigste Zeit für brillante, leuchtende Farbaufnahmen ist hier der späte Nachmittag in der Sommerzeit, da dann bei entsprechendem Wetter das Sonnenlicht auf die gesamte Südfront trifft. Beim Krummelschen Haus bringt dieses harte Seitenlicht noch einen angenehmen Effekt: die Reliefs der Fassade wirken besonders plastisch.

Brockenzüge
Beim Ablichten der schnaufenden Züge der Harzquer- und Brockenbahn sollte man darauf achten, dass das geduldig erwartete Objekt in Richtung Schierke/Nordhausen fährt. Nur so ist garantiert, dass die Dampflok nicht rückwärts fährt, also mit dem Kohlenspeicher voran.

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