Planetenweg in Wernigerode

Der Planetenweg veranschaulicht die gegenständlichen und zeitlichen Dimensionen in unserem Sonnensystem. Entlang des Weges stehen Granitsäulen mit Tafeln, die Informationen (auch in Blindenschrift) zu jeweils einem Planeten geben. Die Säulen sind so verteilt, dass sie im Maßstab 1 : 1 Milliarde der Entfernung des jeweiligen Himmelskörpers von der Sonne entsprechen. In dem gleichen Maßstab sind auch die Planeten auf den Tafeln dargestellt.
Ausgangspunkt ist die Sonne, deren Modell am Heltauer Platz, vor dem Logenhaus, eigentlich unübersehbar ist. Von hier geht es die Gustav-Petri-Straße entlang. Gegenüber dem Einkaufszentrum befinden sich in geringen Abständen bereits die ersten drei Stationen der astronomischen Wanderung: der sonnennächste Planet Merkur, die strahlende Venus und unsere Erde.
An der Kreuzung biegt man nach rechts in die Ringstraße ein, um nach wenigen Schritten den roten Steinwüstenplaneten Mars zu erreichen. Die Ringstraße verfolgt man weiter bis zur nächsten Einbiegung rechts, Richtung Westerntorbahnhof, kurz vorher die Straße Unter den Zindeln links hoch und anschließend über die Westerntorkreuzung zum Beginn der Salzbergstraße, wo die Säule steht, die über den riesigen Jupiter Auskunft gibt.
Von der Salzbergstraße zweigt man vor dem Kino links in die Straße An der Flutrenne ein und folgt dem Lauf des Zillierbachs bis zur Schönen Ecke. An der Einmündung der Promenade steht der Hinweis auf den Ringplaneten Saturn, 1 427 Meter vom Sonnen-Modell in der Bahnhofstraße entfernt. Die Promenade trifft auf den Holfelderplatz. Hier beginnt an der Theobaldikapelle der Bohlweg, der an Tennisplätzen vorbei direkt zum Christianental führt. Am Eingang des Wildparks befindet sich die Granitsäule mit Uranus, dem Planeten der Neuzeit.
Den etwas längeren, aber herrlichen Waldweg zu Neptun begleiten zunächst die Tiere im Wildpark. Kurz bevor die Gaststätte des Parks erreicht ist, führt eine steile Treppe zum Schönen Eichenplatz. Von hier zweigt der Weg ab zur Silbertanne. Dort folgt man ein kleines Stück links der Augustenallee, um vor den Gärten rechts in den Weg einzubiegen, der auf die Straße Am Lustgarten trifft. Genau an dieser Stelle befindet sich die neunte Säule, die Neptuns Platz in unserem Sonnensystem markiert.
Nun geht man auf der Straße Am Lustgarten an dem dendrologisch wertvollen Park vorbei bis zum Adler-Denkmal (Kreisel). Nach rechts in die Lindenallee eingebogen, erreicht man kurz darauf den Abzweig links in die Walther-Rathenau-Straße. Wenige Schritte weiter befindet sich das Harzplanetarium, zugleich Standpunkt der Säule von Pluto. Mit dem Zwergenplanet (seit August 2006) und vielleicht mit einem Besuch des Planetariums endet der 5 947 Meter lange Lehrpfad durch die Astronomie. Eine Sternenführung in dem 8-Meter-Kuppelraum mit 70 Sitzplätzen dauert etwa eine Stunde.

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