„Making of“ Ergänzung unseres Romanik-Reiseführers

Sachsen-Anhalt im Frühlingserwachen erlebten wir vergangenes Wochenende bei unserer Tour entlang der Straße der Romanik. Wir wollten weitere neu aufgenommene Objekte erkunden und fotografieren und waren begeistert! Über Eisleben steuerten wir zunächst Mücheln an, nicht ohne einen Zwischenstopp am Süßen See einzulegen, wo es im nahen Hofverkauf, Am Seefeld 1, die herrlichsten Äpfel gibt.

Erstes Ziel also Mücheln. Achtung: Hier lauert Verwechslungsgefahr! Mücheln / Geiseltal oder Mücheln / Wettin? Ersteres, doch in dem beschaulichen Örtchen mit kleinem Hafen wird man nicht fündig, also nicht direkt im Zentrum. Wir fuhren in den Ortsteil St. Micheln weiter, um dort auf einer kleinen Anhöhe beim Friedhof den romanischen Bruchsteinbau mit querrechteckigem Westturm zu entdecken. Wunderbare Ruhe umgab uns und nachdem alle Fotos im Kasten waren, verschnauften wir bei einem Picknick unterhalb der Kirche auf einer kleinen Wiese (ausgeschilderter Radweg).

Unsere nächste Station sollte Bad Bibra sein, genauer gesagt die Margaretenkirche in Steinbach. Die fanden wir sehr schnell, denn hier waren wir schon vor 20 Jahren. Den Besuch dieser Kirche empfahlen wir bereits damals in unserem Ergänzungsband „Links und rechts der Straße der Romanik“, ebenso die Schönburg bei Naumburg. Diese erreichten wir am frühen Abend. Einige Gäste genossen noch die letzten Sonnenstrahlen oben auf der Terrasse der Burgschänke, während sich eine größere Gruppe zum Abendessen versammelte. Der Turm kann bestiegen werden. Wir aber blieben unten und schauten auch schon von den ihn umgebenden Mauern weit ins Land, dem Verlauf der Saale folgend. Herrlich! Wer hier heiratet – ein Standesamt ist eingerichtet – vergisst diesen Tag ganz sicher sobald nicht.

Bevor es am nächsten Morgen nach Flemmingen weiterging, übernachteten wir auf dem Wohnmobilstellplatz direkt am Saalebogen in Stendorf hinter Bad Kösen. Wir kletterten hinauf zum „Himmelreich“ (Ausflugsgaststätte) und genossen den Blick zur Rudelsburg, zur Burg Saaleck, über die meanderartig sich windende Saale hinweg. Ein Geopark-Wanderweg verläuft hier und verweist an dieser Stelle auf den Muschelkalk unter unseren Füßen. Nach dem Frühstück direkt am Wasser (sogar mit vorübergleitendem Kanu!) steuerten wir Flemmingen an, lernten den Pfarrer a.D. Hans-Martin Ilse kennen, der uns voller Freude in St. Lucia mit unserer Fototechnik gewähren ließ. Diese kleine Kirche des Straßendorfes hat es in sich: Apsis und Chor bewahren beeindruckende Reste ihrer romanischen Wandmalerei – nicht ganz einfach zu fotografieren, aber wunderschön! Und nebenbei: Hier kann man auch einen Stempel Straße der Romanik ins Sammelheft drücken.

Fazit: Es lohnt sich immer wieder, durch unser schönes Land zu reisen. Wir können es nur empfehlen; es gibt viel zu entdecken!

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